Geschichte


Unsere Geschichte

Wie der Name sagt, ist der Grønolen Fjellgard ursprünglich ein Bergbauernhof gewesen, dessen Wohnhaus die Grundlage für das heutige Hauptgebäude der Pension bildete. Der Name Grønolen stammt aus dem altnorwegischen «grænnholl», der fichtenbewachsene Hügel, womit der Berg «Grønolshøvda» gemeint ist, welcher hinter der Pension liegt und von dem der Hof seinen Namen bekam.

Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über den Hof stammen aus dem Jahr 1612, doch unsere Familie lebt hier seit 1784. Knut Knutsen Tørstad aus Høre (eine kleine Siedlung talabwärts in Øystre Slidre) übernahm den Hof, welcher der Familie seiner Frau gehörte, und seitdem sind seine Nachkommen hier ansässig gewesen. Wie es damals der Brauch war, übernahm er den Namen des Hofes.

1890 wurde das Anwesen zwischen zwei Brüdern aufgeteilt, und damit jeder möglichst gleiche Anteile an Ackerland und nicht-bewirtschaftbarem Land bekam, wurde er aufgestückelt und ihnen ein Stück hier und ein Stück da zugeteilt. Für zwei Brüder, welche sich mochten und gut miteinander einig wurden, mag diese Lösung gut funktioniert haben, aber mit der Zeit, nach mehreren Generationswechseln, wurde dies ziemlich kompliziert. Das Resultat war jedenfalls, dass Haus und Stall des Nachbarn zwischen unserem Haus und Stall lagen, und dass sich unser Haus auf seinem Grund und Boden befand.

Aus diesem Grund bauten unsere Eltern, Borghild und Øystein, ein neues Wohnhaus auf der «richtigen» Seite, als sie den Hof übernahmen. (Das alte Blockhaus wurde dem kleinen Freilichtmuseum Øystre Slidre Bygdetun in Heggenes geschenkt, wo es heute noch steht.) Das neue Haus wurde so gross gebaut, dass man über Ostern acht Zimmer vermieten konnte – eine Möglichkeit, die bescheidenen Einkünfte des Hofes etwas aufzubessern.

Nach einem bedeutenden Einsatz, wo Vater u. a. alle Türen und Fenster sowie einen Grossteil der Möbel geschreinert und Mutter alle Kissen und Bettdecken, Matratzen, Gardinen und sogar Lampenschirme genäht und gefüllt hatte, war zu Ostern 1955 alles bereit, um 18 Gäste willkommen zu heissen.

Der Übernachtungspreis mit Vollpension betrug damals 18 Kronen. Die ersten Gäste wurden oben an der Hauptstrasse abgeholt – von Grossvater und dem «Roten», einem grossen, schönen roten Pferd und Schlitten.

Erst viel später wurde die Strasse im Winter geräumt. Über viele Jahre hinweg kamen die Gäste so regelmässig wieder, dass die Zimmer nach ihnen benannt wurden, u.a. das «Thoresen-Zimmer», das «Syversen-Zimmer» und das «Rød-Zimmer».

Mit der Zeit kamen die Ostergäste auch zu Besuch auf der Alm am Vinster-See, wenn wir im Sommer mit den Tieren dort oben wohnten. Der nächste Schritt war deshalb, dort oben ein paar Zimmer anzubauen, so dass wir auch im Sommer auf der Alm ein Übernachtungs- und Restaurantangebot hatten.

Der zunehmende Touristenverkehr, auch über Ostern, machte 1969 den ersten Anbau notwendig. Damals wurde um acht Vierbettzimmer mit Dusche und WC erweitert und ein neuer Speise- und Festsaal gebaut. Mit der Zeit wurde es einfach zu viel, sowohl den Hof zu bewirtschaften als auch die Pension zu betreiben, so dass man eine Wahl treffen musste. Das Interesse dafür und die Freude daran, Menschen um sich zu haben, ggf. kombiniert mit Vaters Heuschnupfen, gaben den Ausschlag dafür, dass man sich für das Touristengeschäft als Vollzeitbeschäftigung entschied. Was die ständigen Ausbauten und Erweiterungen betraf, war man nun in einen «Teufelskreis» hineingeraten. Der Bedarf für eine winteroffene Strasse führte dazu, dass man eine neue Strasse bauen musste, weil die alte durch das Grundstück des Nachbarn und unter dessen Scheunenzufahrten hindurch führte. Man brauchte einen neuen Eingangsbereich, was zum Bau des heutigen Rezeptionsbereichs und der Bibliothek führte. Die Küche wurde zu klein – 1971 wurde eine neue gebaut.  1975 kamen weitere neun Zimmer hinzu, was dazu führte, dass der Speisesaal wiederum zu klein wurde. Ein neuer Anbau mit besserer Kühl-/Gefrier- und Lagerkapazität kam 1979, zusammen mit technischen Räumen in den «hinteren Teilen» des Gebäudes.

1983/84 kam noch ein neuer Tagungsraum hinzu. Damit war das ursprüngliche Wohnhaus mehr oder weniger komplett umbaut, und man konnte die «Jahresringe» des Hauses lesen. Am Ende der Achtziger Jahre wurden Privatwohnungen gebaut. Bis dahin wohnten wir alle im Haupthaus, aber die Möglichkeit, von Arbeit auch mal «nach Hause» kommen zu können, kann ab und an gut tun. Die Anbauten an das Haupthaus waren natürlich alle vom Stil ihrer Zeit geprägt, und die 90iger Jahre wurden dazu benutzt, um durch Renovierungen und Instandhaltungen die Stile wieder zu «sammeln». Um dem Gebäude unser eignes Gepräge zu verleihen, haben wir alte Mal- und Dekorationstechniken benutzt. Wir hoffen, dass es uns gut gelungen ist.

Im November 1997 haben wir acht neue Apartments von 48 m2 Wohnfläche eingeweiht. Der bisher letzte Neubau waren vier neue Apartments von 90 m2 Wohnfläche und eine helle, freundliche Relax- und Trainingsabteilung von ganzen 220 m2, welche 2007 fertig gestellt wurden. Die heutigen Eigentümer und Wirte, Øyvind und Tor Erik, haben selbstverständlich während ihres ganzen Lebens mehr oder weniger am Geschäft teilgenommen, doch formell übernahmen Sie den Betrieb 1990 von ihren Eltern.


Zurück