Andere Tourenvorschläge


Gråhø, 1779 m

Wir fahren auf der Jotunheimstrasse entlang des Sees Vinstervatn ein Stück an Haugseter vorbei. Von hier aus ist es eine ordentliche und stetige Steigung, aber wir nehmen uns Zeit für Atempausen und um die Aussicht zurück über den See und die idyllischen Almenhütten zu geniessen. Nach einer Weile wird es bedeutend flacher, und es geht über die Steinflya, am Liatjednet vorbei, bis zum Fuss des selbigen Gipfelkegels. Unterwegs kommen wir an einem System an Fallgruben vorbei, die davon zeugen, wie man vor langer Zeit vom Fjell lebte. Oben erwartet uns eine weite Rundsicht zu Jotunheimen im Nordwesten, Huldreheimen im Osten und bis hin zu Rondane im Nordosten. Auf dem Rückweg geht es über die Kvednhø und den Mælmkøllen.

Zeitverbrauch: 5 Stunden

Hier geht es zur Abwechslung mal nicht auf einen Berg

Das Leirungstal ist Jotunheimens schönstes Gebirgstal. Wir starten die Wanderung am Heimdalsmunnen und gehen über den Sattel der Raudhamrane, bevor es hinunter ins Leirungstal geht. Unterwegs müssen ein paar Bäche und Flüsslein überquert werden, und die Niederschlagsmengen der letzten Zeit vor der Tour haben ein Wort dabei mitzureden, wie leicht es sein wird, trockenen Fusses hinüberzugelangen. Tal einwärts passieren wir den „Deutschenplatz“, einen Lagerplatz der deutschen Gebirgsjäger während des Zweiten Weltkriegs. Unser Ziel ist der Leirungsgletscher zuinnerst im Tal, welches von nicht weniger als 16 2000ern umgeben ist. Eine tolle Wanderung in wilder, und doch idyllischer Gebirgsnatur.

Zeitverbrauch: 5-6 Stunden

Bygdin – Synshorn – Fagerdalshø

Wir fahren zum Bygdin und besteigen das Synshorn und die benachbarte Fagerdalshø, um den Appetit anzuregen. Der Aufstieg ist ziemlich konstant, und ein paar Schweisstropfen muss man unterwegs schon opfern. Vom Synshorn aus haben wir eine tolle Aussicht direkt senkrecht hinunter auf die Reichsstrasse und hinüber zum Store Nuten, der Gråhø – welche wir bereits kennen – und dem Vinstervatnet mit unserem Almenhof bei den Lykkjestølane. Wir sehen das Bitihorn gegenüber vom Raudfjorden, die Rückseite des Skyrifjells und entlang des Bygdin am Torfinnstind und Galdebergtind vorbei zum Hjelledalstind. Etwas weiter nördlich können wir u. a. den Rasletind sehen. Weiter folgen wir dem Bergrücken der Fagerdalshø ein Stück westwärts, bevor wir zum Øystre Fagerdalstjednet absteigen und auf dem „Deutschenpfad“ weiter hinunter zum Rjupetjednet gelangen. Anschliessend wandern wir munter hinunter zu unserem Almenhof, wo ein deftiges Lunch wartet. Am Nachmittag können Sie in Beitostølen einkaufen gehen oder, wenn Sie noch nicht genug hatten, eine kleine Tour auf eigene Faust unternehmen.

Zeitverbrauch: 4 Stunden

Besseggen

Dies ist eine der bekanntesten Wanderungen Norwegens. Einige mögen ihn vielleicht schon mal (oder sogar mehrmals) gegangen sein, doch eine so schöne Tour kann man immer mal wiederholen. Es ist ohnehin jedes Mal ein anderes Erlebnis. Wir starten mit einem frühen Frühstück, um das erste Boot zu schaffen, welches und auf dem Gjendesee nach Memurubu bringt. Unterwegs sehen wir den Besseggen von unten, und u.a. auch den ”Jo-stigen”, den Pfad, den der legendäre Jo Gjende auf seinen Jagdzügen benutzte. Dies ist eine Tour für Fortgeschrittene! Wir nehmen den leichtesten Weg, doch mitten in der Steigung von Memurubu aus, kann es sein, dass sich das nicht ganz so anfühlt. Oben auf dem Kamm geht es ein wenig auf und ab, und die Aussicht ist fantastisch. Nach einem wohlverdienten Lunch auf dem „Band“ zwischen dem Bessvatnet und dem 400 m niedriger gelegenen Gjende steht selbige Mutprobe an – der Besseggen-Grat. Hier sind schon viele umgekehrt, viele haben sich „hoch geweint“, viele sind panisch hoch gekrabbelt und haben gesagt: „Nie wieder!“ Und wiederum viele sind hochgegangen und haben verwundert zum Ausdruck gegeben: „Das war ja nun wirklich nichts weiter – alle sagen, es sei so schlimm!“

Die Wahrheit ist, dass man wahrscheinlich kaum woanders sich selbst so knallhart trifft wie hier. Aber dann sind wir ja da, um Ihnen zu helfen, falls Hilfe gebraucht wird. Und noch eins ist sicher: Alle fühlen die gleiche Freude, den gleichen Stolz und nahezu gleichen Rausch darüber, es geschafft zu haben und oben angekommen zu sein. Und natürlich über die schlicht einzigartige Aussicht über den blauschwarzen Bessvatnet, den türkisgrünen Gjende und die schneebedeckten Gipfel, die im ganzen Land ihresgleichen sucht. Es geht weiter über das Veslfjell, bevor unsere Knie auf dem Abstieg nach Gjendesheim noch einmal richtig gefordert werden.

Zeitverbrauch: 6-7 Stunden

Bukkehamaren, 1910 m

Wir fahren zum Parkplatz Vargbakkane nördlich der Valdresflya und gehen zuerst in Richtung Knutshø, bevor wir in Richtung Brücke über den Leirungsåa abbiegen. Nach der Flussüberquerung beginnt die Steigung. Zuerst geht es entlang des Baches aus dem Bukkehamartjednet, dann überqueren wir diesen und folgen dem Felskamm zum Gipfel hinauf. Der Höhenunterschied beträgt ca. 900 Meter, und der Aufstieg dauert ca. 3,5 Stunden. Auf dem Gipfel erwartet Sie eine tolle Aussicht zu den Bergen Kvassryggen und Høgdebrotet, zum dem irrgrünen Gjendesee mit dem Besseggen auf der anderen Seite und über das Leirungstal zur Knutshø.

Zeitverbrauch: total 7-8 Stunden

Rasletind, 2105 m

Wir starten am Valdresflya Vandrerhjem und gehen zuerst über die Valdresflya, bevor die Steigung hinauf zum Steindalen und der Senke Raslet beginnt. Es geht ein Stück Tal einwärts, bevor es recht steil die letzten Höhenmeter zum Gipfel hinauf geht. Der Rasletind ist einer der leichtesten 2000er Jotunheimens.

Zeitverbrauch: total 7-8 Stunden

Bitihorn, 1607 m

Wir besteigen das Bitihorn, jedoch über die spannendste Route, den „Deutschenpfad“, welcher sich steil in der Ostwand empor schlängelt, einer Galerie um den Berg folgt und so zum Gipfel führt, welcher eine für seine bescheidene Höhe weite und grossartige Aussicht über das nördliche Valdres im Süden und den Bygdinsee und Jotunheimen im Norden und Nordwesten bietet.

Zeitverbrauch: 3-4 Stunden

Tjørnholstind, 2330 m

Wir gehen von der Valdresflya aus über den Pass der Raudhamrane hinunter ins Leirungstal, wo der Leirungsåa durchwatet werden muss, bevor wir den Aufstieg zum Tjørnholstind in Angriff nehmen können. Auf der anderen Seite des Flusses warten 1200 Höhenmeter bis zum Gipfel, doch der Schweiss lohnt sich! Eine prächtige Bergtour mit Anstrengung und Schweiss zu einem der tollsten und höchsten Berge in der südöstlichen Ecke Jotunheimens mit einer atemberaubenden Aussicht – im wahrsten Sinne des Wortes ein Höhepunkt!

Zeitverbrauch: total ca. 10 Stunden

Sendebøtthødnet

Diesmal haben wir uns eine neue Tour in der Umgebung ausgedacht, welche weit abseits begangener Wege liegt: wir besteigen das Sendebøtthødnet, oder besser gesagt, alle beide. Zuerst fahren wir ein Stück in Richtung Slettefjellstrasse, biegen jedoch am Fleinsendin nach Olø ab. Am Åtjednstølen parken wir das Auto und folgen in behaglichem Tempo der alten Wirtschaftsstrasse in Richtung Staudamm am Sendebottjernet. Dann biegen wir ab und gehen zuerst auf das Kleine Vesle Sendebøtthødnet, bevor das Grosse drankommt. Wenn wir erst mal den Kamm erreicht haben, haben wir für den Rest des Aufstiegs eine grossartige Aussicht zur Gipfelkette Südjotunheimens, mit den Torfinnstindane als die nächstgelegenen. Oben auf dem Grossen Horn geniessen wir unser Lunchpaket und die Aussicht. Den Rückweg legen wir über den Rest des Kamms hinunter in den Sendebotten, entlang der beiden Sendebøtt-Seen bis zum Staudamm und durch die Wasserfallschlucht zurück zum Åtjednstølen.

Zeitverbrauch: 5 Stunden

Knutshø

Die Knutshø sieht aus wie der Rücken eines Drachen und liegt zwischen dem Gjendesee und dem unteren Leirungstal. Wir fahren über die Valdresflya zum Parkplatz Vargbakkan. Bis zum Beginn des Bergrückens ist es ein kleines Stückchen zu gehen. Der Aufstieg führt etwas hoch und runter über mehrere der „Drachenbuckel“ und ist stellenweise steil und etwas ausgesetzt, doch die Aussicht hinunter zu beiden Leirungsseen ist es wert. Der letzte Steilabschnitt zum Gipfel kann auf Abstand etwas sehr steil und ausgesetzt wirken, löst sich aber sehr gut auf, wenn man ihn erst mal in Angriff genommen hat. Einige vertreten die Ansicht, diese Tour sei sogar schöner als der Besseggen, und egal wie man sich dazu stellt, so ist sie alles in allem zweifellos leichter und kürzer, vor allem wenn man am Gipfel umkehrt auf dem gleichen Weg absteigt.

Zeitverbrauch: total 5-6 Stunden.

Bygdin – Fagerdalen – Kongsliknuppen

Wir starten am Bygdin und gehen hoch in Richtung Fagerdalen, doch anstelle des Synshorns ist diesmal der Kongsliknuppen dran.

Steil ist es, auch wenn es kurz ist, und ein wenig Schweiss und schweren Atem muss man einkalkulieren, doch die Aussicht über den Bygdin ist die Belohnung. Wir gehen weiter westwärts, geradewegs auf die Aussicht zu, bevor wir nach Bygdisheim absteigen, zu dem alten Hotel mit der weltbesten Lage, welches heute nicht mehr in Betrieb ist. Auf der Schotterstrasse gelangen wir zurück zum Auto, und nach 5 Minuten Fahrt sind wir auf der Alm, wo der Sauerrahmbrei wartet.

Zeitverbrauch: 3 Stunden

Mugnetind

Diese Tour mögen wir besonders gern, einmal weil sie so schön ist, und zum anderen, weil man mit ihr so gut anfangen kann.

Wir fahren mit dem Auto bis zum Mugnestølen, wo es in sanfter Steigung am Fluss Mugna entlang bergan zum Mugnebotn geht. Eine idyllische Etappe – und eine genau richtige Steigung, um herauszufinden wie die Form der einzelnen Gäste ist. Am Mugnebøtt-tjednet legen wir eine kurze Rast ein, bevor wir die anspruchsvollere Steigung zum Gipfel in Angriff nehmen, mit Klettereinlage für die, die es ein wenig spannender mögen. Oben auf dem flachen Gipfelplateau angekommen, offenbart sich atemberaubendes Panorama, welches jeden einzelnen Schweisstropfen werd ist, den wir unterwegs am Berghang verloren haben. Wir sehen ins südliche Jotunheimen, mit dem Svartdalen und dem Torfinnstind gerade gegenüber, westwärts in Richtung Falketind, Uranostind und Hurrungane und nicht zuletzt über das gesamte Valdres, so weit das Auge reicht.

Auf dem Abstieg wählen wir eine etwas andere Route, so dass es eine kleine Rundtour wird. Wieder am Auto angekommen, ist ein kaltes Fussbad in der Mugna Pflicht!

Zeitverbrauch: 5 Stunden

Rund um das Skyrifjell

Wir starten nach dem Frühstück und fahren hoch zum Båtskaret am Fuss des Bitihorns. Wir steigen an der Frontseite auf und bringen sofort unseren Kreislauf in Schwung. Kurz unter dem Gipfel biegen wir links ab und folgen einer Felsengalerie in den Einschnitt Velumskaret, wo es alte Vielfrass-Fanggruben zu bestaunen gibt. Anschliessend geht es wieder ein Stück bergan, und wir folgen dem Kamm des Skyrifjellet ganz rund herum. Den ganzen Weg haben wir eine prächtige Aussicht, zuerst über das östliche Valdrestal, dann in Richtung Slettefjell, zum Fleinsendin, dem Mugnetind, dem Olevatn und nach und nach zum Bygdin mit dem Torfinnstind und den anderen südlichen Jotunheimen-Gipfeln. Der Rückweg führt am Raudfjorden entlang zu dem markierten Wanderpfad von Yksendalsbu, welchem wir das letzte Stück zum „Samenlager“ am Fusse des Bitihorns folgen.

Zeitverbrauch: 6 Stunden


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